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„Wir haben keine Texte mehr!“

Was Janine Kunze, anläßlich Ihrer jüngsten „Die-Alm„-Co-Moderation, unfreiwillig in die plötzlich laufende Kamera, in Richtung der vertrottelten ProSieben-Regie, presste, war – obgleich irgendwie witzig – doch das ausgesprochene Eingeständnis der gesamten deutschen Medienlandschaft. Ein Chor müsste folgerichtig einstimmen und die Verse „Wir haben keine Ideen mehr!“, „Wo sind all die ganzen Formate hin?“ und „Uns sind die Nachrichten ausgegangen!“ ergänzend zum Besten geben. Aber das tut keiner. Stattdessen wird weiterhin munter und mit voller boshafter Absicht purer Müll gesendet, es werden Nachrichten aufgepumpt, verdrillt und verzerrt, damit man sie besser verkaufen kann. Und, bereits im Original fragwürdige, Formate werden willkürlich kopiert, wiederholt, schlecht weiterkopiert und dann, zur Strafe des resistenten Publikums, ebenfalls wieder in das Protokoll des Wahninns – Programmplan – gekritzelt. Solange bis das Hirn des fröhlichen TV-Crack-Konsumenten derart bitter und holzig ist, das selbst ein Zombie dankend ablehnen würde. In dieser Schreckensversion einer TV-Zukunft aus der Hölle, die längt zum Hier und Jetzt geworden ist, gibt es kein Entkommen. Für nichts und niemanden. Eventuell ist das sogar der wahre Trost. Wir werden alle gleich blöd. Na denn.

Spiegel Online: Die Alm.
Die Süddeutsche: Die Alm.

Hossa, Popstars!

Endlich haben wir es geschafft. Zusammen haben wir die hundert-weißnichtwieviel-Tage durchgestanden. Nun habt Ihr Eure „Band“ (Lahwieff) gefunden, die, und da muss man ja mal ehrlich sein, recht bewundernswert in der Zusammenstellung der Mitglieder ist. Respekt, liebe gierige Plattenindustrie. Da habt Ihr, bitte fasst das als Lob auf, echte „Typen“ zusammengekratzt. Beinahe ein Wunder. Hosianna.

Jetzt, da Ihr nun fertig seid, hat dieser Autor noch eine andere, bisher ungelöste, Schwierigkeit: Was machen wir mit den beiden Hungerhaken von „Red“ (Stars, Life & more!)? Die beiden nahrungsverweigerer und ebenso unterinteressanten Moderatorinnen torkeln nun alleine durch die ProSieben Tage und Nächte! Wären Sie wenigstens hübsch, hätte ich da einen Vorschlag. Das ist aber absurd. Lesen können die leider auch nicht, oder kaum. Offensichtlich können die sich auch kaum was merken. Sei es drum. Eventuell bekommen die beiden potentiellen Raumpflegerinnen, mit dieser gekonnten Attitüde von billigsten Bordsteinschwalben, einen einfachen Countdown hin? „3-2-1 und los…der Hot-Button…“? Das könnte klappen…

Mögen ihnen die bisher bemühten Call-In-Formate gnädig sein.

Den vier anderen Küken wünscht viel Glück: Dieser Autor!

Jung, jünger, am blödesten!

Dieser Autor gibt es gerne zu: Heutzutage haben es die Teenies nicht leicht. Besonders nicht diejenigen Hackfressen, die Ihre Rübe unbedingt ins TV-Programm bekommen müssen. Nicht nur, das man ständig das Gefühl hat, als hielte man neuerdings eine gute Schulbildung für absolut überflüssig, nein, man wird ungefragt mit Lebenswirklichkeiten konfrontiert, welche in anderen Zeiten für eine angebrachte Verwahrung gesorgt hätten. Es kommt tragischerweise immer öfter vor das dieser Autor junge und jüngste – künfitge Zwegat-Fälle [Video] – sehen muss, welche nicht nur schlechte Frisuren, sondern auch schlicht komplett einen an der Waffel haben und nicht mal einfachste Tätigkeiten fehlerfrei hinbiegen können.

Der pfiffige Leser wird sagen: „Guck‘ halt kein RTL“. Gerne. Man probierts. Aber kaum zappt der gestresste Mitdreissiger mal in „Popstars“ rein, schon sieht er eine heulende Gesichtsbaracke, welche nur deswegen in Tränen aufgelöst ist, weil von Ihr verlangt wird mal etwas verrücktes zu tun und eine Schlabberhose, kombiniert mit Schlabber-T-Shirt, zu tragen. Ein Drama. Eine andere Perle-der-Hölle flennt, weil andere Kritik an Ihr üben, und die dritte ist derart Verhaltensauffällig, das bereits die wesenslosen Kamaradinnen zu tuscheln beginnen.

Egal, umschalten. Prima. Eddie Murphy redet mit Tieren und auf Phoenix kann man virtuell ins überflüssige Kanada – natürlich im Winter – reisen. Was den Zorn auf Justin Bieber nur noch steigert.

Ne, man hat es heutzutage nicht leicht.

Die blonde Schnalle, wieder!

Gerade eben gesehen: Die Königin des oberflächlichen Schwachsinns und die stolze Besitzerin einer unglaublich unerträglichen Stimme, Heidi „vollmeise“ Klum, kommt mit einer neuen Staffel ihrer schrecklichen Show wieder und verspricht wieder einmal solange junge, und jüngste, Mädchen zu demütigen bis nur noch eine einzige, dem Burn-Out näher als dem 18. Geburtstag, übrig bleibt. Dies nur um anschließend eventuell ein professionelles Model zu werden welche sich dann weiter von, meist älteren männlichen – aber immer fragwürdigen -, Gestalten zu weiteren Demütigungen nötigen lassen darf. Das Böse ist immer und überall.