Getagged: popstars

POW! POW! POW!

Detlef D! Soost, Sie alter TV-Selektions-Heroe. Seit mehr als 10 Jahren rufen Sie die ganzen Hobbyflöter, Blamagebarden, verwöhnten nörgel Tussies, zwanghaft behämmerte Heinis und fremdgesteuerte Größenwahnsinnige zusammen, um dann die – am Ende Ihrer Show – willfährigsten Quarktüten herauszufiltern. Diese werden, völlig verdient und mit jedem Recht, von der schmierigen Musikindustrie solange benutzt, bis – auch nach hartnäckigem Gedrücke – kein Saft mehr austritt. POW!

Jedes, wirklich jedes verdammte mal, bin ich tieftraurig, dass Sie Ihr formbares Genmaterial wieder in die Freiheit entlassen müssen. Dabei gibt es doch noch mehr zu tun. Man könnte denen den geheuchelten Individualismus und den sowieso zu nichts führenden freien Willen, auch mal so richtig austreiben. Erst brechen und dann vielleicht wieder aufbauen. Oder? POW! Eine willenlose Teenie-Armee, die schlechte Songs performen müssen dürfen, und zur immer gerechten Strafe zum ESC genötigt werden? POW! Oder schlussendlich in einer RTL2-Musik-Sendung auftreten müssen: Dort wie Tanzbären herumwackeln dürfen und dann final zum schlechten Playback, im Duett mit Jürgen Drews, getrieben werden! POW!

Aber, und alleine dafür ritze ich mir Ihr Konterfei auf meinem gestählten Bauch, Sie wissen es einfach besser. Ihnen ist es keinesfalls entgangen, dass Sie einen erheblichen Teil der vorstelligen Vollmeisen einfach so nach Hause schicken. Ohne auch nur einen Cent daran zu verdienen. Die Dicken, und Superdicken, halt. Eben diese, sonst unbrauchbaren, Versager laden Sie jetzt in Ihr, vor purer Menschenliebe strahlendes, Programm ein. Denn nichts, wirklich gar nichts, ist einträglicher als diese dicken Dumpfbacken, die so fettverseucht dröselig sind und Ihnen 79 Ocken bereitwilligst in die Hand drücken, damit sie Ihre Motiviationskünste per Mail empfangen, wie einst Maria diesen hässlichen Knaben.

Ich finde, nicht erst seit heute, dass wir schon längst alle Kaiser-Wilhelm-Statuen mit einer Bronzeversion Ihrer hübsch trainierten Gestalt hätten ersetzen sollen. Oder wenigstens Soest endlich Soost schreiben sollten. Hammertyp.

POW! POW! POW!

http://www.10wbc.de // Foto Credit: Bernd Jaworek

Hossa, Popstars!

Endlich haben wir es geschafft. Zusammen haben wir die hundert-weißnichtwieviel-Tage durchgestanden. Nun habt Ihr Eure „Band“ (Lahwieff) gefunden, die, und da muss man ja mal ehrlich sein, recht bewundernswert in der Zusammenstellung der Mitglieder ist. Respekt, liebe gierige Plattenindustrie. Da habt Ihr, bitte fasst das als Lob auf, echte „Typen“ zusammengekratzt. Beinahe ein Wunder. Hosianna.

Jetzt, da Ihr nun fertig seid, hat dieser Autor noch eine andere, bisher ungelöste, Schwierigkeit: Was machen wir mit den beiden Hungerhaken von „Red“ (Stars, Life & more!)? Die beiden nahrungsverweigerer und ebenso unterinteressanten Moderatorinnen torkeln nun alleine durch die ProSieben Tage und Nächte! Wären Sie wenigstens hübsch, hätte ich da einen Vorschlag. Das ist aber absurd. Lesen können die leider auch nicht, oder kaum. Offensichtlich können die sich auch kaum was merken. Sei es drum. Eventuell bekommen die beiden potentiellen Raumpflegerinnen, mit dieser gekonnten Attitüde von billigsten Bordsteinschwalben, einen einfachen Countdown hin? „3-2-1 und los…der Hot-Button…“? Das könnte klappen…

Mögen ihnen die bisher bemühten Call-In-Formate gnädig sein.

Den vier anderen Küken wünscht viel Glück: Dieser Autor!

Jung, jünger, am blödesten!

Dieser Autor gibt es gerne zu: Heutzutage haben es die Teenies nicht leicht. Besonders nicht diejenigen Hackfressen, die Ihre Rübe unbedingt ins TV-Programm bekommen müssen. Nicht nur, das man ständig das Gefühl hat, als hielte man neuerdings eine gute Schulbildung für absolut überflüssig, nein, man wird ungefragt mit Lebenswirklichkeiten konfrontiert, welche in anderen Zeiten für eine angebrachte Verwahrung gesorgt hätten. Es kommt tragischerweise immer öfter vor das dieser Autor junge und jüngste – künfitge Zwegat-Fälle [Video] – sehen muss, welche nicht nur schlechte Frisuren, sondern auch schlicht komplett einen an der Waffel haben und nicht mal einfachste Tätigkeiten fehlerfrei hinbiegen können.

Der pfiffige Leser wird sagen: „Guck‘ halt kein RTL“. Gerne. Man probierts. Aber kaum zappt der gestresste Mitdreissiger mal in „Popstars“ rein, schon sieht er eine heulende Gesichtsbaracke, welche nur deswegen in Tränen aufgelöst ist, weil von Ihr verlangt wird mal etwas verrücktes zu tun und eine Schlabberhose, kombiniert mit Schlabber-T-Shirt, zu tragen. Ein Drama. Eine andere Perle-der-Hölle flennt, weil andere Kritik an Ihr üben, und die dritte ist derart Verhaltensauffällig, das bereits die wesenslosen Kamaradinnen zu tuscheln beginnen.

Egal, umschalten. Prima. Eddie Murphy redet mit Tieren und auf Phoenix kann man virtuell ins überflüssige Kanada – natürlich im Winter – reisen. Was den Zorn auf Justin Bieber nur noch steigert.

Ne, man hat es heutzutage nicht leicht.