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Happy Birthday to ME.

Neulich, als mir, im Genuß meines Geburtstages und des damit verbundenen Rausches, exakt zwei Meter vor meiner Wohnungstür, die Schwerkraft einen fröhlichen Gruß sandte – worauf ich ihr auf schnellstem Wege entgegenzukommen versuchte, kam mir der Gedanke, wie erbärmlich und arg beängstigend das meschugge Getaumele und das zeitrafferartige Gestürze für die – an Ihrer Wohnungstür unabhängig von mir ausharrenden – Frau Nachbarin, nebst Frau Nachbarin-Mutter und Prinzgemahl, aussehen musste. Natürlich bemerkte ich meine missliche Situation genauso abrupt, wie die Physik meinen Fall.

Im Gegensatz zu den schnöseligen Naturgesetzen und der fürchterlich bonierten Einstellung der elektromagnetischen Kraft, sprang ich auf, wedelte etwas unbeholfen mit meinen Armen, zuckte nachgiebig mit meinen Achseln und bemerkte süffisant in Richtung des undankbaren Publikums, dass offenbar und glücklicherweise nur „kleine Kinder und Betrunkene“ solche Stürze unbeschadet überstehen. Worauf der Prinzgemahl abdankte, Frau Nachbarin-Mutter ein „Wenn Sie meinen!“ schnauffte und Frau Nachbarin, wahrscheinlich den kürzlichen Einzug zutiefst bereuend, den Kopf von links nach rechts warf, und in Ihre dunkle Wohnung adlig zurückfederte.

„Humorloses Pack!“, dachte ich mir und friemelte fröhlich pfeifend noch eine halbe Ewigkeit am eigenen Wohnungstürschloß herum.

Erkenntniszuwachsphobie

Heute, während der Autor dieser plumpen Zeilen, sein Mal bei McDonalds einnahm, natürlich nicht ohne sich dafür gebührend zu schämen, erstach ihn die Erkenntnis von hinten in die Brust, in dem sie sein löchriges, von fragwürdiger Moral geprägtes und hinreißend träges Bewußtsein klarmachte, das die hübsche Frau am Nebentisch non-verbalen Kontakt suchte.

Natürlich wurde sofort der Faktor des eigenen Burger-Zu-Gesicht-Zustands geprüft. Das ist jener Faktor, der aussagt ob die Menge an Saucen-Schmiere im Gesicht mit der Schwierigkeit des zu speisenden Burgers und/oder Wraps korreliert. Viel Sülze im Gesicht und ein McRib in der Hand ist demnach okay, während ein schnöder Hamburger und ein total beschmiertes Gesicht ätzend ist. Überhaupt nichts im Gesicht, aber trotzdem einen angenagten McRib in der Hand, ist ein Gottesgeschenk. Kurz gesagt: Dieser Autor prüfte seinen Faktor und war ein kleines bisschen stolz auf sich. Das non-verbale herum Geschreie konnte also nicht davon abhängen, das der Autor sich gerade, auf das peinlichste, vollschmierte.

Daher: Amore-Flirt-Alarm. Aber, für alle Freunde des geregelten Lebens: Es gibt genau zwei Regeln zu denen dieser Autor eine stringente Null-Toleranz-Politik fährt:

§1 Er wird auf der Toilette nicht angequatscht.

(1) Das gilt für jede Art des Geschäfts.
(2) Das gilt für jede Art des Geschlechts.
(3) Das Thema ist ebenfalls egal.
(4) Niemand ist die Ausnahme.

§2 Entweder man isst, oder man quatscht. Eine Vermischung beider Aktivitäten führt zu nichts und lenkt fatal entweder von dem einen oder vom anderen ab. Beides ist total unerwünscht.

(1) Daher ist auf Gelaber mit vollem Mund zu vermeiden.
(2) Stelle keine Fragen, die nicht mit Kopfnicken, oder -schütteln, zu beantworten sind.
(3) Sag am besten gar nichts.
(4) Non-verbales Ersatzgelaber ist quatschen und daher gilt 3.

Die, oben erwähnte Dame, hat also auf das vortrefflichste gegen §2 Abs. 4 verstoßen. Gemeinerweise schien ihr das nichts auszumachen. Es reichte, und darum wurde das letzte Viertel des, mit Anstand und Würde gegessenen, Burges demonstrativ in die Schale zurück drapiert. Wer derartig sorglos und infantil allgemeingültige Grenzen überschreitet, sollte jetzt etwas zu hören bekommen. Mittendrin im Racheplan, der mit „fies gucken“ beginnen und mit einer grandiosen Wutbrandrede, gefolgt von einen entrüsteten Bühnenabgang, enden sollte, hört dieser Autor hinter sich zwei andere Mädels, welche sofort an ihm vorbei ein völlig überladenes Tablet jonglierten und am Tisch eben jener Dame platz nahmen. Natürlich nicht ohne sich ausgiebig dafür zu begeistern das diese olle Zippe ihnen den Platz freigehalten hat und das sie, ob der riesigen Entfernung, ihre Bestellung genau verstanden hätten.

Dieser Autor meint, die Erkenntnis noch bis tief in den Abend hinein laut lachen gehört zu haben. Well played.

Prost Mahlzeit, Gundis Zámbó!

Gundis, Gundis, Gundis. Du altes Fletschgesicht. Du hast Dich über die Jahre vornehm zurückgehalten, was dieser Autor einfach nur entzückend und rücksichtsvoll fand, da tauchst Du grundlos wieder auf und kennst offenbar keine Scham mehr. Hast Dir diese vielleicht auch einfach nur weggehungert. Oder von der Seele geschrieben. Was haben wir Dir denn nun getan? Denn nicht nur, daß Du die Welt 2009 durch den RTL-Dschungel-Aufenthalt komplett von Deiner TV-Geilheit überzeugen konntest, nein, Du ziehst Dich im gleichen Jahr auch noch für den Playboy aus. Lässt Dir bei dieser Gelegenheit auch noch dämliche Fragen stellen und erwiderst darauf selten bräsige Antworten. Vielen Dank. Das wäre aber nicht nötig gewesen. Hättest Du uns mal gefragt. Wir wären dagegen gewesen. Schwamm drüber.

Allerdings ist das, was dieser Autor letztens, zu nächtlicher Stunde, sehen musste, das ziemlich peinlichste was man sich, auch mit niedrigem Anspruch, leisten kann. Es ist nämlich so: Kaum wird es Nacht im TV-Program, werden diese unsäglichen und vollends unseriösen Werbespots ausgestrahlt, die einen davon überzeugen wollen, sich gefälligst ein passendes Gegenstück zu besorgen. Vielleicht gelegentlich auch nur etwas besorgen. Egal wie. Und oft: Egal was. Ein ziemlich brutaler Angriff auf des Autoren Seele stellt dabei die nächtliche Werbung zweier grenzdebilen Laiendarsteller, die einen zum Seitensprung animieren wollen [Video], dar. Diese zwei Hobbyhonks hat dieser Autor aber schon aufgegeben.

Und jetzt kommt die feine Frau Zámbó: Du wirbst, zugegeben unfreiweillig komisch, für eine „Partnerbörse“ die ältere Damen mit im Saft stehende Jungs verkuppeln will. Das nennt sich auch noch „www.zuckerjungs.de“ und dieser Spot ist wirklich echt kacke. Sowohl die Art der Feilbietung, als auch das Produkt und überhaupt: Wo endet das? Wirbst Du in wenigen Jahren für eine Senioren-Telefon-Sex-Nummer? „Geile Omas in Deiner Nähe“ oder „Unzüchtige Tanten suchen unreifen Bengel“?

Wirklich, Gundis. Bleib doch einfach mal zuhause. Oder: Soll Dir dieser Autor eventuell Geld leihen? Wäre vielleicht weniger peinlich. Auf die Dauer.

Wünscht Dir ein Candlelight-Dinner mit Rainer: Dieser Autor.

Peinlich, „Wetten dass“!

Dieser Autor hat es Dir ja bei jeder Gelegenheit gesagt: Mach schluss! Denn Deine Sendung ist völlig überflüssig, überhaupt nicht witzig und insgesamt ohne jeden Belang. Selbst Deine Moderatoren ahnen es ja. Vom blonden verwirrten Thomas „Gandalf“ Gottschalk mal abgesehen. Aber zumindestens die schicke Hunziker ahnt das es bald zuende gehen wird. Wenigstens wirkt sie so, als ließe sie die Show unvorbereitet auf sich zukommen. Ein untrübliches Zeichen ihrer Resignation! Findet dieser Autor. Sie kann es sich auch leisten. Jedenfalls solange Sie noch hübsch ist. Die gute.

Jetzt hört dieser Autor einmal auf seine Leser und hat nicht am heutigen Abend eingeschaltet. Und was passiert? Du lässt einen fragwürdigen Stuntman, mit irgendwelchen Stelzen, über Autos springen. Und der lässt sich dabei auch prompt die Gräten brechen. Erst dann wird diese Sendung abgebrochen. Prima. Aber: Was muss denn passieren, damit die Sendung ganz eingestellt wird?

Fürchtet sich vor Deiner Antwort: Dieser Autor.