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Happy Birthday to ME.

Neulich, als mir, im Genuß meines Geburtstages und des damit verbundenen Rausches, exakt zwei Meter vor meiner Wohnungstür, die Schwerkraft einen fröhlichen Gruß sandte – worauf ich ihr auf schnellstem Wege entgegenzukommen versuchte, kam mir der Gedanke, wie erbärmlich und arg beängstigend das meschugge Getaumele und das zeitrafferartige Gestürze für die – an Ihrer Wohnungstür unabhängig von mir ausharrenden – Frau Nachbarin, nebst Frau Nachbarin-Mutter und Prinzgemahl, aussehen musste. Natürlich bemerkte ich meine missliche Situation genauso abrupt, wie die Physik meinen Fall.

Im Gegensatz zu den schnöseligen Naturgesetzen und der fürchterlich bonierten Einstellung der elektromagnetischen Kraft, sprang ich auf, wedelte etwas unbeholfen mit meinen Armen, zuckte nachgiebig mit meinen Achseln und bemerkte süffisant in Richtung des undankbaren Publikums, dass offenbar und glücklicherweise nur „kleine Kinder und Betrunkene“ solche Stürze unbeschadet überstehen. Worauf der Prinzgemahl abdankte, Frau Nachbarin-Mutter ein „Wenn Sie meinen!“ schnauffte und Frau Nachbarin, wahrscheinlich den kürzlichen Einzug zutiefst bereuend, den Kopf von links nach rechts warf, und in Ihre dunkle Wohnung adlig zurückfederte.

„Humorloses Pack!“, dachte ich mir und friemelte fröhlich pfeifend noch eine halbe Ewigkeit am eigenen Wohnungstürschloß herum.

Schlaflos in Essen!

Wobei diesen Autoren wieder einfällt, was er tagsüber gedacht hat: Warum, liebe Welt, müssen Menschen ständig Ihre Befähigung beweisen, wenn etwas bedeutendes gesteuert werden soll, aber sich plötzlich keiner mehr drum kümmert, wenn genau diese Menschen, denen man das verantwortungsvolle Führen eines Personenkraftfahrzeugs schon mal nicht genehmigen wollte, sowas wie Kinder in die Welt setzen? Selbst für Hunde gibt es ja einen Wesenstest. Nur eine Idee.

Mit einen schönen Gruß an Frau Nachbarin: Der Autor