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Valentinstag!

Als der dritte verwirrte, offensichtlich stark gehetzte, beblumte Geschlechtsgenosse am heutigen Tage des Autoren Bahn kreuzte, hämmerte es so Laut im Kopf des eben erwähnten Autorenassistentengehilfen, daß Alfred Krupp, der bekannte Liebhaber des metallischen Schepperns, ins Schwärmen hätte kommen können. Es ist Valentinstag. Für manche ein Tag um sich an die holde Auserwählte heranzuschleimen, wohl in der triebhaft motivierten Hoffnung, man könne den langweilig inszenierten Akt der simulierten Fortpflanzung, mit schnöden Pralinen und – für diese Jahreszeit peinlich untypischen – floristischen Geschmeiß, herbeiführen. So mir nichts, Dir nichts. Für andere, empfindlich geschlagen durch hormonell bedingte Idiotie, ein Tag um der frischen Liebe einen Tribut zu zollen, nicht ahnend das ein viel höhrerer Preis sowieso irgendwann in Rechnung gestellt werden würde. Da kann man nichts machen. Et kütt, wie et kütt. Sowas ist Gesetz.

Nun: Dieser, stets regressiv romantische Typ, also dieser Autor, gönnt es ja allen. Nun aber wirklich. Von ganzem Herzen. Er findet allerdings, daß verliebte Menschen ihn häufig an die Grenze zum Ekel bedingtem Würgereiz treiben, sonnt sich gerne im Glanz frischer Beziehungsenden und hält nun gar nichts von händchenhaltenen Bussi-Bussi-Paaren. Kuscheln ist außerdem nur der ziemlich ungeschickte Versuch, ausgeführt von stets kaltblütigen Menschen, Wärme extrem illegal von anderen abzuzapfen. Elende Schmarotzer.

Abgesehen davon: Euch allen einen schönen Valentinstag. Auch Dir.

Hey Katholiken!

Dem Anlass des ersten Advents und der neuerlichen Katastrophe der, mehr oder weniger, offenen Erlaubnis des Gebrauchs von Kondomen, folgend möchte dieser Autor hier diesen geweihten Raum nutzen um mal der katholischen Gemeinde unter den Lesern dieses Weblogs eine Mitteilung unter die Großhirnrinde zu schieben.

Das ist jedoch nicht leicht. Denn gibt man beispielsweise bei Wikipedia den Begriff „Katholiken“ ein, dann antwortet das versnobte Portal sofort mit einer pingeligen Gegenfrage welche katholische Sippe man eigentlich genau meine.. Wählt man aus Verzweiflung die römisch-katholische Kirche heißt einen die Fratze des Ratzingers herzlich willkommen. Ja genau. Diese katholische Bande, der monotheistische Ku-Klux-Klan, dieser Weltenzerstörer, diese unkeusche und vergewaltigende Männer-Bande, ist gemeint.

Die Sache mit dem Glauben ist ja schnell geklärt: Wem es hilft, der soll es nutzen. Die Grundbotschaft ist ja auch fein: Liebe. Liebe zu einem selbst, zu anderen, sogar zu denen, die einen offensichtlich nicht lieben. Gegen diese Aussage kann ja gar keiner sein. Das wissen die Katholiken auch. Darum erweitern Sie diesen Grundsatz und hauen noch eine weitere Ansage hinterher: „Liebet und vermehret Euch“. Wie schamlos. Diese Verknüpfung. Dieser Author ist entsetzt. Gerade unter dem Eindruck der Frau Nachbarin und im Eingedenk der These, daß sich wohl nur die genügsamen Geister unserer Gesellschaft diesen Satz hinter das Gemächt schreiben. Das, und die wirklich blöde Sache mit Aids und Armut, ist den Katholiken jetzt auch aufgefallen, was nun zum Anlass genommen wird um auf das Kondom, als katholisch geprüfte Alternative zur HIVY-Dauerschwangerschaft, zu verweisen. Glückwunsch, Ihr Glaubensritter.

Anderes Thema: „Hochfest der Geburt des Herrn„. So nennen die Katholiken ja Weihnachten. Dieser Autor nennt Weihnachten auch „Signifikante Steigerung des Wahnsinns im Jahresdurschnitt!“. Zu dieser Bezeichnung konnte zwar noch niemand überzeugt werden, aber dieser Autor wäre nicht dieser Autor, wenn er sich davon beeindrucken ließe. Zurück zu SSWJ. Ausser der Hektik. Den verzweifelten, beinahe Glaubenskriegartigen, Ausbrüchen einiger, daß man verdammt nochmal Besinnlich zu sein hat, ist anzumerken das nun bald Weihnachten ist. Dies kann, diesen Autoren insbesondere, auch schon mal überraschen. Das wissen die Katholiken auch, und haben darum die Adventszeit eingefüht. Streng genommen also ein besinnlicher Countdown zur dreitätigen besinnlichkeits Orgie ende Dezember. Wer also, trotz 3-Stufiger-Vorwahrnung, am 24.12. mit der ganzen Weihnachtskiste immer noch nichts anfangen kann, dem ist nicht mehr zu helfen und sollte vom Anti-Christen heimgesucht werden. Dieser Autor wartet derweil am Glühweinstand – „bitte eine Tasse Rum mit Glühwein“ – bis sich die Gemeinde wieder beruhigt hat.

Freut sich jetzt schon auf Ostern: Dieser Autor