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Toastbrot, lieber Frank Elstner,

hat im Gegensatz zu Dir den Charme die eigene Haltbarkeit nicht wahnsinnig ausgedehnt überschätzen zu können. Eine weitere tolle Eigenschaft des Brotes ist, im Fernsehen doch wenigstens irgendwie witzig zu sein. Du aber, Fränky, stehst selbst noch mit akutem Hirnschimmel vor der Kamera der öffentlichen Anstalten und sabbelst Dein Interview-Opfer durch das komatöse Nirwana in das beinahe-suizidale Fegefeuer der puren Verzweiflung. Irgendein ARD-Programmterrorist musste wohl einen hasserfüllten und grottig-schlechten Tag gehabt haben, als er Dich für die Sendung „Eine Show für Deutschland“ vorsah. Mit Dir hätte die Sendung gut und gerne auch „Eine Show zum Schämen“, oder „..zum Gähnen“, oder „Eine Show aus der Anstalt“ heißen können. Wobei „Eine Runde Fremdschämen von, mit und durch Frank-Uncoolio-Elstner“ eindeutig zu lang gewesen wäre.

Lena und Frank Elstner (Foto: ARD)

Obwohl. Es hat schon eine gewisse Komik, wenn ein gedankenträger Tattergreis von vorvorgestern, der „Moderation“ und „Fragen stellen“ in den Siebzigern gelernt, in den Achtzigern bis zum abwinken gefeiert und sich in den Neunzigern schließlich endgültig die letzten Vernunftszellen aus dem öffentlich-rechtlichen Hypothalamus, mit Shows die auch wirklich keiner (auch nicht die Ossis) mehr sehen wollte, gesendet hat, eine 50 Jahre jüngere Frau mit belanglosen und blöden Fragen belästigt. Erschwerend kommt für den dementen Moderationszombie hinzu, daß die eben benannte Dame, von guten alten Brückenbau nichts hält, und zu sinnlosem Small-Talk allenfalls sporadisch aufgelegt ist. In Deiner Sendung war sie es nicht.

Nach Lena mussten Katja Eppstein und ein bemitleidenswerter Typ aus Deinem geschundenen Publikum daran glauben. Deine von Langeweile und Staub getragene aber trotzdem stoisch-passiv-aggressive Art die Fragen auf die denkbar nervtötenste Weise vorzustammeln wird, mit hoher Wahrscheinlichkeit, in die Annalen der Fernsehgeschichte eingehen.

Der Rest der Sendung war natürlich entsprechend. Mensch Frank. Du bist 69 Jahre alt. Wollen wir nicht langsam mal an Rente & Ruhestand denken? Bestellt Dir schon mal einen Zivi-Ersatz: Dieser Autor.

Eine Woche und so viel Spaß!

Diese Woche hatte es in sich. Nicht nur das zum erstenmal seit bestehen der Show, eine Dicke bei Postars in die Band gekommen ist, nein, auch der Innenminister hat sein Amt für sich entdeckt und stellt die Alarme auf DEFCON3. Mittendrin gab es natürlich wieder vieles unfassbar Merkwürdiges, über das dieser Autor hier kurz Auskunft geben muss, und eigens dafür kurz mit dem Kopfschütteln aufhört:

  • Anfangsszene des Films „Darkman„. 20 Typen ballern in einer Fabrikhalle, mit Schnellfeuerwaffen und Unlimited-Ammo-Cheat ausgerüstet, aus allen Rohren um sich. Kurzer Schnitt. Autos Rasen in der gleichen Halle umher. Zur Erinnerung: Immer noch ballern alle um sich. Dann: Eine Stimme aus dem Hintergrund. „Kümmert euch um den Typen mit der Kanone!“.
  • „Ui, das ist aber scharf!“, Markus Lanz, nach Kostprobe einer Chili-Salza.
  • „Wenn wir in der Nachbarschaft irgendetwas wahrnehmen, dass da plötzlich drei etwas seltsam aussehende Menschen eingezogen sind, die sich nie blicken lassen oder ähnlich, und die nur Arabisch oder eine Fremdsprache sprechen, die wir nicht verstehen, dann sollte man glaube ich schon mal gucken, dass man die Behörden unterrichtet, was da los ist.“, sagte der etwas bräsig-tollpatschige Erhart Körting und möchte das als Hinweis zu aktuellen Bedrohungslage verstanden wissen. Kurze Zeit später räumt er ein, das seine Aussage möglicherweise, aber nur möglicherweise, etwas unglücklich sei.
  • „Kein Anlass zur Hysterie.“, wiegelt u.a. der bereits erwähnte Erhart König gekonnt ab. Um dann später, wie oben erwähnt, zum gefplegten Denunziantentum aufzurufen. Deutschland hat ja einen Ruf zu verteidigen. Macht dann aber Platz für Hans-Peter Uhl. Dieser spricht dann von einen „Terrorist mit der Bombe unterm Arm“, welcher sich bereits auf den „Weg gemacht“ haben könnte, weshalb Uwe Schünemann am liebsten den ominösen und unbekannten „Gefährdern“ die Handys und Computer wegnehmen möchte. Was wiederum diesen Autoren fröhlich entzückt, da laute fremdländische Musik, aus irgendwelchen Trendhandyboxen, in den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, sowieso schon immer nervig war.
  • „Awesome“, „Awesome“. Quiekt Lena Meyer-Landruth, immer und immer wieder, während „Wetten dass?“ sich langsam selbst abschafft.
  • „Die Opposition macht Mist.“, unsere verehrte Freiheitskämpferin und Kanzlerin, Angela „mach-sie-alle-platt“ Merkel, auf den Nürnberger Parteitag der CDU, worauf Claudia Roth, die alte Rockerin, kontert: „Unverfrorene Ablenkungs-Geschichtsklitterei!“. Genau!

Freut sich riesig auf nächste Woche: Dieser Autor.