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Heyda, Ihr Outfit-Freaks.

Der Vormittag, beim Autoren, splittet sich in eine Phase vor dem ersten Kaffee, und in einer Phase nach dem ersten Kaffee. Vornehmlich in der ersten Phase ist dieser Autor besonders kritisch in der Beurteilung seiner Mitmenschen. Und dabei genauso Locker, wenn es um seine eigene, teils desolate, Verfassung geht. Dabei geht es auch mit dem Teufel zu, denn just in dieser Zeit laufen dem Autoren genau die Leute über die Füße, deren Existenz er normalerweise verdrängen würde. Oder: Die er sich wünschte zu verdrängen, deren Bilder aber immer wieder, wie ein Vietnam-Flashback bei Veteranen, hochkommen und dabei arg zu nerven wissen. Unter eben diesen Menschen finden sich häufig Frauen, wahrscheinlich unter Drogeneinfluß, welche meinen, daß es unglaublich gut aussehen würde, wenn man die Deichmann-Stiefel über die Jeans-Hose tragen würde, anstatt darunter. Unfassbar oft haben genau diese Damen auch eine extrem enge Jeans am Leib, sodass der üppige Hintern lächerlich gut zur Geltung kommt. Wobei man oft genug meint, das die Üppigkeit stufenlos in Adipositas übergeht. Frauen ohne diese fulminante Ausstattung, aber mit dem üblen Hang zur Zero-Size, besitzen aus weiser Voraussicht erst gar kein Gesäß. Das arschlose etwas ist meist auch doll überschminkt, aber nicht auf diese witzige Clown-Art, mehr so in Richtung Prostituierte. Die von der billigen und uncoolen Art.

Oft schleichen dem Autoren auch jene Herren in spe um die Füße, welche eine feinst gestylte und penibel zu einer bestimmten Seite gekämmten Frisur tragen, als hätten Sie nach dem Aufstehen einen heftigen elterlichen Klaps in eben jene Richtung vertragen müssen. Wenn diese Kerlchen dann auch noch ein Cappy tragen, welches lediglich sanft aufsitzt, anstatt richtig zu sitzen, ist das Bild nahezu perfekt. Oftmals sitzt die Hose auch nur rudimentär. Was vor dem ersten Kaffee missbilligend zur Kenntnis genommen wird.

Eingerahmt wird das ganze chaotische Bild von Mädchen, welche es unglaublich cool finden, in Leggings, T-Shirt und Gürtel herumlaufen zu müssen. Eine Mode-Unverschämtheit, die dieser Autor den Achtzigern anlastet. Und auf das schärfste verurteilt. Sowie das verkorkste erste Mal. Oder die peinliche Klassenfahrt, die im Desaster endete….doch das ist eine andere Geschichte.

Nicht wahr ist…

….das „Vielen Dank für die Latte“ im Café ausgesprochen ein riesen Brüller ist, auch wenn dieser Autor hartnäckig das Gegenteil behauptet. Ganz und gar unwahr ist außerdem die freche Behauptung einiger Ökoaktivisten, daß man Wespen nicht schlagen soll. Diese dreisten schwarz-gelb-gestreiften Räuber bitten quasi darum. Ebenfalls glatt gelogen ist die vereinzelte Meinung, daß Karate Kid unbedingt ein Remake verdient hätte. Dieser Autor fand das Balg bereits in der original Fassung unausstehlich genug. Aber: Erbärmlichst an den Haaren herangezogen ist die Mär von den wieder-in-Mode-gekommenden Leggins. Der Verfasser dieser Zeilen ist sich absolut sicher, daß sowas schreckliches niemals passieren wird.