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Liebe Gummitüten-Werkler von VITALIS-CONDOMS*,

Kondome für Ausländer und „ausgewählte Deutsche“. Foto: Junge Nationaldemokraten

Es ist bestimmt ein Zufall, aber wussten Sie, dass die ersten Kondome von brauner Farbe waren? Nein? Schwamm drüber. Dafür dürfte Ihnen mittlerweile aus erster Hand bekannt sein, dass Ihr neuerliches Geschäft mit der NPD – welches tatsächlich daraus bestand für die NPD, und deren offensichtlich nationalsozialiste Botschaft, Kondome mit eindeutiger Parole herzustellen – wohl derart mit brauner Ideologie vollgestopft war, dass Sie sich jetzt dazu genötigt sahen Ihre kompletten Einnahmen daraus der Amadeu Antonio Stiftung zukommen zu lassen.

Von Ihrer plötzlichen und – passenderweise – schlüpfrigen Kertwendung einmal abgesehen, ist es wohl ein übler Witz, dass Sie uns die überraschte Firma geben, der nicht klar ist in wessen Auftrag und mit welcher Botschaft sie Produkte herstellt und von wem sie da anschließend bezahlt wird.

Eins ist jedenfalls ganz sicher: Ich werde bei meiner nächsten Kondomwahl ganz bestimmt an Sie denken.

Versprochen.

*Update: Erklärung von VITALIS-Condoms.

Sinnvolle Automaten!

Es gibt Überraschungen, damit rechnet man nicht. Niemals. Die Überraschungen an sich sind dabei vielschichtig und stets eine erneute Quelle der Freude. So stand ich kürzlich im, doch arg verschmutzten, U-Bahnhof meiner Lieblingsstadt und trank meinen morgendlichen aufwach Kaffee meiner Lieblingsrösterei. Als ich mich innerlich entrüstete, wie ekelig verschmiert denn der Selekta-Automat vor mir aussehen würde, sprang mir dieser Hinweis mitten ins verblüffte, und damit leicht dämliche, Gesicht:

Mal abgesehen von der himmelschreienden Frechheit einen Schwangerschaftsschnelltest „maybe baby“ zu nennen, dachte ich zu aller erst daran, ob ich mir – auch nur entfernt – eine Situation vorstellen könnte, in der es möglich ist, das jemand dieses Angebot tatsächlich nutzt. Das es sozusagen exakt dafür einen Bedarf gibt. Und wenn ja, wie darf ich mir das vorstellen? Ist die potentiell Gebärende gerade auf den Weg zur Arbeit, holt sich einen Schokoriegel und dann „Hey…toll…ein Schwangerschaftstest…kann ja nicht schaden. Kauf ich!“? Oder bleibt heutzutage keine Zeit mehr zwischen „Mmmmh..bin ich schwanger?“ und „Ich bin schwanger!“, und muss daher sofort, egal zu welcher Uhrzeit, getestet werden? Eventuell vertraut man auch der hiesigen Apotheke nicht mehr…who knows? Ich werd’s wohl nie erfahren.

Besonders witzig, liebe Fortpflanzungsspezialisten vom Selekta-Automatenausrüster, ist die Platzierung des Tests im Automaten selbst: ironischerweise liegt der Test neben der einzig verfügbaren Sorte Kondome. Wenn das nicht ein Service für jede Lebenslage ist, dann weiß ich es auch nicht mehr.

Der Test kostet übrigens 8 Euro, ist damit übrigens doppelt so teuer wie die benachbarten Kondome, und die eventuell erhoffte Diskretion ist ebenfalls futsch, wenn man sich den Test genau dann gönnen will, wenn ich mit meinem Smartphone daneben stehe.

Hey Katholiken!

Dem Anlass des ersten Advents und der neuerlichen Katastrophe der, mehr oder weniger, offenen Erlaubnis des Gebrauchs von Kondomen, folgend möchte dieser Autor hier diesen geweihten Raum nutzen um mal der katholischen Gemeinde unter den Lesern dieses Weblogs eine Mitteilung unter die Großhirnrinde zu schieben.

Das ist jedoch nicht leicht. Denn gibt man beispielsweise bei Wikipedia den Begriff „Katholiken“ ein, dann antwortet das versnobte Portal sofort mit einer pingeligen Gegenfrage welche katholische Sippe man eigentlich genau meine.. Wählt man aus Verzweiflung die römisch-katholische Kirche heißt einen die Fratze des Ratzingers herzlich willkommen. Ja genau. Diese katholische Bande, der monotheistische Ku-Klux-Klan, dieser Weltenzerstörer, diese unkeusche und vergewaltigende Männer-Bande, ist gemeint.

Die Sache mit dem Glauben ist ja schnell geklärt: Wem es hilft, der soll es nutzen. Die Grundbotschaft ist ja auch fein: Liebe. Liebe zu einem selbst, zu anderen, sogar zu denen, die einen offensichtlich nicht lieben. Gegen diese Aussage kann ja gar keiner sein. Das wissen die Katholiken auch. Darum erweitern Sie diesen Grundsatz und hauen noch eine weitere Ansage hinterher: „Liebet und vermehret Euch“. Wie schamlos. Diese Verknüpfung. Dieser Author ist entsetzt. Gerade unter dem Eindruck der Frau Nachbarin und im Eingedenk der These, daß sich wohl nur die genügsamen Geister unserer Gesellschaft diesen Satz hinter das Gemächt schreiben. Das, und die wirklich blöde Sache mit Aids und Armut, ist den Katholiken jetzt auch aufgefallen, was nun zum Anlass genommen wird um auf das Kondom, als katholisch geprüfte Alternative zur HIVY-Dauerschwangerschaft, zu verweisen. Glückwunsch, Ihr Glaubensritter.

Anderes Thema: „Hochfest der Geburt des Herrn„. So nennen die Katholiken ja Weihnachten. Dieser Autor nennt Weihnachten auch „Signifikante Steigerung des Wahnsinns im Jahresdurschnitt!“. Zu dieser Bezeichnung konnte zwar noch niemand überzeugt werden, aber dieser Autor wäre nicht dieser Autor, wenn er sich davon beeindrucken ließe. Zurück zu SSWJ. Ausser der Hektik. Den verzweifelten, beinahe Glaubenskriegartigen, Ausbrüchen einiger, daß man verdammt nochmal Besinnlich zu sein hat, ist anzumerken das nun bald Weihnachten ist. Dies kann, diesen Autoren insbesondere, auch schon mal überraschen. Das wissen die Katholiken auch, und haben darum die Adventszeit eingefüht. Streng genommen also ein besinnlicher Countdown zur dreitätigen besinnlichkeits Orgie ende Dezember. Wer also, trotz 3-Stufiger-Vorwahrnung, am 24.12. mit der ganzen Weihnachtskiste immer noch nichts anfangen kann, dem ist nicht mehr zu helfen und sollte vom Anti-Christen heimgesucht werden. Dieser Autor wartet derweil am Glühweinstand – „bitte eine Tasse Rum mit Glühwein“ – bis sich die Gemeinde wieder beruhigt hat.

Freut sich jetzt schon auf Ostern: Dieser Autor