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Chapeau, Katja Suding!

Obwohl dieser Autor stets annahm Sie seien lediglich ein Silvana-Klon, der fiesen FDP-Fabrik, dem nichts, außer schreckliche Grinsegrimassen und blödsinniges wiederholen der ollen Parolen der Parteizentrale, zuzutrauen sei, haben Sie heute ein erfoglreiches Wahlergebnis in Hamburg hingelegt. Dafür des Autoren Respekt. Als langweiliger Klon eines ebenfalls uninteressanten und überaus unsympathischen Originals hat man es allerdings nicht immer leicht. Sie beide, Silvana und Sie – Frau Suding, könnte man gut und gerne die Linke und die Rechte Hand des Teufels nennen. Wobei der schwefelige Teufel Dr. Guido Westerwelle ist, und Sie beiden natürlich mehr etwas von Arschgeigen, als denn von Händen, haben. Kaum zu fassen, wie es eine einzige Partei schafft, immer wieder den gleichen Typus von unsympathischen aber jungen Karrieristen ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu bringen. Dachte ich noch Rösler, Lindner und Silvana seien Ausnahmen, allerdings dabei auch entsetzlicher Fehler der Partei, hat mir Ihre Nominierung gezeigt das Typen wie Sie ein Programm der FDP sind. Was, mit Blick auf Brüderle, vielleicht verzeihbar wäre, wenn denn diese junge Garde mehr zu bieten hätte, als ungezügelte Machtgeilheit und bedingungslose Konformität.

Dieser Autor macht ja immer den selben naiven Fehler. Obwohl schon bei Silvana damals nichts sinnhaftes zu entnehmen war, habe ich bei Ihnen, liebe, aber doch irgendwie spröde wirkende, Frau Suding, nach Inhalten gesucht. Für Sie: Also jenen Dingen die für Andere eine immense Bedeutung haben, Ihrer Partei dabei allerdings schnurz sind und zu welchen Sie idealerweise eine Position haben sollten. Wofür stehen Sie eigentlich? Nun, der interessierte Leser kann hier nachlesen.

Kurz zusammengefasst: Sie sind für Kinder und Familien, für Wissenschaft, für Forschung, für Arbeitsplätze, für Freiheit, für Kultur, gegen zuviel Bürokratie, aber wieder ganz doll für Sicherheit, für Verkehrspolitik mit Augenmaß, für ein bisschen Ökoligie und für putzige Vielfalt in Hamburg. Was Sie natürlich vermissen lassen ist, wie genau Sie gedenken Ihre, nach FDP’esker Polemik müffelnder, „Dafürs“ und „Dagegens“ umzusetzen. Aber lassen Sie das ruhig. Ihre Parteiführung wird Ihnen letztendlich ebenfalls dazu raten. Zurecht.

Zwei Fragen bleiben: Stinkt Guido wirklich nach Schwefel, und hat Sie Silvana beim gemeinsamen Foto-Shooting angemacht, wegen dem geilen Friesennerz, sie verstehen? Wills ja nur wissen: Dieser Autor.

Du, verehrter Guido Westerwelle,

bist ja einer schlechten Rede niemals abgeneigt. So vergleichst Du Dich in der „Bild am Sonntag“ mit einem Matrosen, der das „Deck“ auch nicht „bei Sturm“ verlässt. Hoffen wir, daß Du das Schiff auch nicht umlenkst, wenn Du den titanischen Eisberg siehst. Und beten wir, das Du auch nicht ahnst wo der Rettungsring versteckt ist, wenn Du rat- und sinnlos im liberal sinnbefreiten Meer unterzugehen drohst. Vorher aber, gönnst Du der ganzen deutschen Republik noch „eine starke FDP“, verlierst Dich dann aber folgerichtig in selbstherrlichem Wisch-Wasch, irgendwo zwischen „Kritik, die ich verstehe“ und „Solidarität“, über die Du dich natürlich wie Bolle freust. Besonders in diesen Tagen, wo schon das eigene „Team“ den deckschrubbenden Matrosen kielholen möchte. Schön ist auch, daß du „als Außenminister“ jetzt endlich in der ganzen Welt „dynamische Regionen“ ausmachst, und beharrlich verlangst das „junge Deutsche einsteigen“ und „nicht aussteigen“. Schließlich tun das ja auch „Brasilianer, Inder und Chinesen“. Und die sind, behauptest Du keck, „nicht dümmer oder fauler als junge Deutsche“. Du spitzfindiger Allesmerker.

Ein Blick auf Deine Internetseite, deren Startseite du angelsächsisch „Home“ nennst, verrät, daß Du selbst im Internet mit Inhalten nicht gerade großzügig umgehst. Auch ein Interessierter Leser erfährt dort nichts sinntragendes: ein bisschen Larifari hier und wenig liberale Selbstinszenierung, welche Dir keiner übel nimmt, dort und schon ist man durch. Ein paar Videos kann man sich dort – zur Strafe – auch noch angucken. Quasi als Selbstkasteiung für Guido-Fans, oder jene die es noch werden wollen.

Dieser Blogautor wünscht Dir, und Deinen Lieben, ein schönes Weihnachtsfest, und eine, Deiner Qualifikation entsprechende, angemessenere Berufswahl für 2011. Letzteres versteht sich mehr als naive Hoffnung. Fragt sich auch, ob Du nur deshalb desorientiert auf den Deck stehst, weil Du nicht mehr weißt wo die Brücke ist: Dieser Autor.

Heureka, liebe Regierung!

Jetzt ist es endlich raus. Das was die deutschen Wähler, nach dem Rausch der Bundestagswahl von 2009, erfahren mussten, ist offenbar deckungsgleich mit der Meinung der amerikanischen Diplomaten: Ihr seid offenbar allesamt überreife Tomaten, mit hässlichen Druckstellen noch dazu!

Guido Westerwelle sei „kein Genscher“ heißt es wissend, und seine Gedanken hätten keine oder wenig „Substanz“. Ach was! Ausserdem wäre er eine „überschäumende Persönlichkeit“, teils wohl „aggressiv“ bis „inkompetent“. Oder beides Gleichzeitig. Dieser Tausendsasser. Auch Angela „Teflon“ Merkel kommt dabei nicht gut weg. Unser Ost-Dame, mit dem Charme einer gescheiterten Apothekerin, wird wenig Kreativität und mangelnde Risikobereitschaft bescheinigt. Nicht, das wir das nicht ahnten, es ist nur schön das auch mal von Anderen zu hören. Man kam sich ja schon merkwürdig vor.

Jetzt, wo wir das wissen, können wir wohl noch etwas beruhigter zur nächsten Wahl schlunzen, liebe Interims-Regierung. Irgendwie müssen wir Euch ja auch nochmal die, sehr treffende, Einschätzung ausländischer Diplomaten bescheinigen. Ist schließlich unser Job, und den wollen wir doch ernst nehmen. Oder?

Platzt vor Erwartung im Wahljahr 2011: Dieser Autor.