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Ihr da, von der FDP,

seid ja ohne meine schnöseligen Kommentare schon genug gestraft. Aber ich wäre nicht ich, wenn mir dieser Umstand nicht, salopp gesagt, scheiß egal wäre. Denn ebenso kloakenmässig egal ist Euch anscheinend auch das, was so ein Landei wie ich, als Arbeit zu definieren wagt. Zwar findet Ihr das sich „Arbeit lohnen“ soll, doch was „Arbeit“ wirklich für Euch ist, wird erst richtig klar, wenn man sieht, welchen und wievielen Plagiatoren Eurer Partei der honorige Doktortitel aberkannt wurde:

Da hätten wir Silvana, die sich dafür nicht schämte, und als Kurzschlußreaktion gleich dem Forschungsausschuß des Europaparlaments beitreten wollte, den Herrn Chatzimarkakis, der ebenfalls putzig überrascht war und daraufhin eben diesen Forschungsausschuß verlassen musste, und nun wurde Bijan Djir-Sarai, der mit dem drögen Forschungsausschuß richtigerweise nie was am Hut hatte und viel lieber in irgendwelchen „auswärtigen Ausschüssen“ des Bundestages sein Unwesen treibt, beim schuftigen Abschreiben erwischt.

Ihr könnt mir glauben, meine gelben Freunde, ich bin granatenmässig gespannt, wie sehr sich Eure Arbeit gelohnt hat, wenn wir uns nach der Landtagswahl im Mai wiedersehen.

Vielen Dank, Silvana!

Du kesse Politik-Biene, mit dem Charme einer lästigen Stubenfliege. Gegen Dich stinkt die neunmalkluge Biene Maja, locker ebenso oft, ab. Das reicht Dir aber nicht. Jetzt schreibst Du, auf Deiner Webseite, das man Frauen gefälligst mit sanftem Druck fördern soll. Du kannst Dir sicher denken, das dieser Autor dabei umgehend an revolutionäre und deshalb entsprechend neuartige Zuhälterei-Methoden dachte. Aber weit gefehlt.

Es handelt sich um ein Interview, in welchem Du wieder einmal nach Herzenslust rumblödeln durftest. Frauen – beispielsweise – könnten besser – im direkten Vergleich zum lumpigen Mann – mit Geld umgehen, sagst Du, und bist (oder bist nicht) für eine Frauenquote und lobst, wie es sich für eine freie liberale Klugscheißerin gehört, bei dieser Gelegenheit mal ein Großunternehmen. Die Telekom. Und zwar dafür, eine Frauenquote, die Du ja gar nicht möchtest, eingeführt zu haben. Perfekt! So funktioniert Politik: Dafür und doch dagegen sein, und das auch noch selbstbewußt supi finden. Ganze vier unnötige Fragen und vier flapsig-dämliche Antworten war Dir das Interview Wert, oder ist die Journaille vor entsetzen tot umgefallen, bevor weitere Themen mit Füssen getreten erörtert werden konnten? Kein Kommentar. Versteht sich.

Liest man weiter auf Deiner Seite, kommt man zwei Themen unweigerlich näher: Einen unbestimmten Würgereitz und, obacht, „Silvanas Eurpoa„, Deiner Fernsehsendung im Äta eines, zu recht, ignorierten Senders. Mit dem Esprit handwarmen Hackfleischs wühlst Du Dich durch die Themen, als sei bereits das bloße Senden Dein gierig herbeigesehntes Ziel, und nicht etwa der plumpe Inhalt. Was ja, und da sind wir uns zwei hübschen ja einig, auch Dein eigentliches Anliegen ist. Hauptsache da. Egal wie. Mission Accomplished.

Möchte Dich, spätestens ab heute, sanft in die Anstalt befördern: Dein Autor