Getagged: christen

Schalom Jürgen Fliege*,

wenn Jesus ein ähnliches Auftreten, wie Du alte gebügelte Gebetspappnase, an den Tag gelegt hätte, hätten die Römer damals mit Recht zur Kreuzigung gebeten. Nicht nur das Du mit Deinem „habt Euch lieb“- und „komm‘ zur Ruhe“-Genöle, im grenzdebilen Timbre eines weltfremden Berufsschleimers, den Menschen unglaublich auf den Sack zu gehen verstehst, deshalb auch mit Absicht Deine Heiligenfratze nicht mehr im Hauptprogramm der ARD präsentiert wird, nein, Du hast Deine innere Mitte nun gefunden und sie prompt als Sitz einer neuen und denkbar unkomplizierten Gelddruckmaschine verortet. Der Trick: Du verfüllst 95 ml schnödes Trinkwasser, rufst Simsalabim und dreimal schwarzer Kater, oder rufst einfach das was Christen auch immer bei solchen Gelegenheiten verlauten lassen, anschließend haust du das Fläschchen für läppische €39,95 raus. Respekt, Du Teufelskerl Bild eines Engels.

Nebenbei bietest Du noch Reisen feil, Zeitschriften wie Bücher und unterhälst hier und Da noch eine TV-Sendung im Internet. Produktempfehlungen von der schlimmsten Sorte sind Dir ebenfalls nicht Fremd und wahrscheinlich freudigst willkommen, da Deine ganze Internetseite damit vollgepflastert ist. Zum Schluss faselst Du einem Bild-„Redakteur“ einen aufregend unpassenden, aber bestimmt gut gemeinten, Vergleich zwischen Scientologen und Juden in die ungläubigen Ohren, nur um dann mit einem selbstverständlich egozentrierten und natürlicherweise belanglosen Spruch das inhaltsleere Geschwafel Interview zu beenden.

Jürgen, Jürgen, Jürgen. Du langweiliger Diplom-Quacksalber: Sollen wir wirklich drei Nägel und zwei Holzbalken suchen?

*(Ursprünglich war hier die Buchbesprechung für „A wie Apokalypse“ angedacht. Aber der mürbe Jürgi kam mir einfach dazwischen. Morgen/Übermorgen kommt der angekündigte Artikel, inklusive der unfassbaren Möglichkeit ein Hörbuch-Exemplar zu gewinnen. Ist das was?)

Liebe saekulare Gesellschaft,

hast Du sie noch alle? Ist Dir das Fett aus Deinem Wohlstandsarsch jetzt endgültig, als Ersatz fürs Hirn, in den Kopf gestiegen? Warum dieser Autor etwas angesäuert ist? Gut das Du fragst:

Du bist doch glatt in der Lage bei jeder unpassenden Gelegenheit hochmütig mit dem wurstigen Finger auf den Teil der Welt zu zeigen, in welchen insbesondere der Islam, einen starken bis übermächtigen, weil gesetzgebenden, Einfluß auf die dortige Gesellschaft und deren Individuen hat. Auch zeigst Du gerne auf andere Länder, die immer Kritik verdient haben, weil Sie mächtig sind, wie die Vereinigten Staaten von Amerika. (Die USA, im übrigen, haben eine recht tiefgehende Tradition was die Trennung von Kirche und Staat angeht. Anders als Good-Old-Germany.).

Bei all Deiner arroganten Kritik verdrängst Du pathologisch, das Du selbst stetig gegen säkulare Prinzipien verstößt. Dabei möchte sich dieser Autor jetzt nicht an Kruzifixe in deutschen Schulen abarbeiten, oder ausgiebigst darüber schwadronieren, wie säkular eigentlich das staatliche Eintreiben von Kirchensteuern ist, noch möchte er die bloße Existenz christlicher Feiertage als Untergang des Abendlandes feiern. Aber dennoch, gestatte die Frage: Was soll das alles? Nehmen wir, beispielsweise, das Feiertagsgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen, indem zwecks Alibibeschaffung auch ein Abschnitt über jüdische Feiertage zu finden ist. Der Jude war uns Deutschen, aus heiligen Schuld empfinden, für einen billigen Mißbrauch schließlich noch nie zu schade. Aber diesem Autoren sind die Juden egal. Die Christen erst recht. Auch der Buddhistische Tempel von nebenan geht ihm völlig am Arsch vorbei, um das mal in aller Deutlichkeit zu sagen. Zwar würde er niemals absichtlich die religiösen Gefühle eines anderen Menschen verletzen wollen, besteht allerdings darauf einer säkularen Gesellschaft anzugehören, in der der Anspruch einer Religion in den Subkulturen der Anhänger (Kirche, Synagoge, Moschee, Tempel, Wohnung, etc.) zu bleiben hat. Ausserhalb dieser Regionen muss man als empfindsamer Religionsangehöriger damit rechnen, das eben diese Empfindungen für andere nicht gelten. Denen also schnurzpiepegal sind. Er hört also nicht damit auf, kritisch über den Koran und Mohammed zu diskutieren, nur weil ein anderer dies als religiöse Kriegserklärung wertet und den arg Verletzten mimt. Das gilt auch für Moses, die Tora, Jesus und die Bibel. Schließlich ist das sein Recht, in einer demokratischen und säkularen Gesellschaft.

Aber zurück zum Feiertagsgesetz in NRW: Dort (§6 Abs.3) werden speziell zum Karfreitag alle „nichtöffentlichen Veranstaltungen außerhalb der Wohnung“ verboten, weiter wird untersagt das Filme die „nicht für Karfreitag geeignet anerkannt sind“ aufgeführt werden und das man weder eine Theatervorstellung noch eine Tanzveranstaltung veranstalten darf. Der bloße Besuch solcher, dann widerrechtlichen, Aktionen ist allerdings noch straffrei. Gottseidank Fuck you!

Hier, Du ach so säkulare und aufgeklärte und wunderhübsch mit dem Hammer gekämmte Gesellschaft, müsstest Du mal Deinen fetten Hintern vom Karrieresessel bekommen und nach Korrektur streben, anstatt ständig andere Gesellschaften für Ihre Unzulänglichkeiten zu verdammen. Letzteres fühlt sich wohl besser an, was?

In diesem Sinne: Dieser Autor.

Hey Katholiken!

Dem Anlass des ersten Advents und der neuerlichen Katastrophe der, mehr oder weniger, offenen Erlaubnis des Gebrauchs von Kondomen, folgend möchte dieser Autor hier diesen geweihten Raum nutzen um mal der katholischen Gemeinde unter den Lesern dieses Weblogs eine Mitteilung unter die Großhirnrinde zu schieben.

Das ist jedoch nicht leicht. Denn gibt man beispielsweise bei Wikipedia den Begriff „Katholiken“ ein, dann antwortet das versnobte Portal sofort mit einer pingeligen Gegenfrage welche katholische Sippe man eigentlich genau meine.. Wählt man aus Verzweiflung die römisch-katholische Kirche heißt einen die Fratze des Ratzingers herzlich willkommen. Ja genau. Diese katholische Bande, der monotheistische Ku-Klux-Klan, dieser Weltenzerstörer, diese unkeusche und vergewaltigende Männer-Bande, ist gemeint.

Die Sache mit dem Glauben ist ja schnell geklärt: Wem es hilft, der soll es nutzen. Die Grundbotschaft ist ja auch fein: Liebe. Liebe zu einem selbst, zu anderen, sogar zu denen, die einen offensichtlich nicht lieben. Gegen diese Aussage kann ja gar keiner sein. Das wissen die Katholiken auch. Darum erweitern Sie diesen Grundsatz und hauen noch eine weitere Ansage hinterher: „Liebet und vermehret Euch“. Wie schamlos. Diese Verknüpfung. Dieser Author ist entsetzt. Gerade unter dem Eindruck der Frau Nachbarin und im Eingedenk der These, daß sich wohl nur die genügsamen Geister unserer Gesellschaft diesen Satz hinter das Gemächt schreiben. Das, und die wirklich blöde Sache mit Aids und Armut, ist den Katholiken jetzt auch aufgefallen, was nun zum Anlass genommen wird um auf das Kondom, als katholisch geprüfte Alternative zur HIVY-Dauerschwangerschaft, zu verweisen. Glückwunsch, Ihr Glaubensritter.

Anderes Thema: „Hochfest der Geburt des Herrn„. So nennen die Katholiken ja Weihnachten. Dieser Autor nennt Weihnachten auch „Signifikante Steigerung des Wahnsinns im Jahresdurschnitt!“. Zu dieser Bezeichnung konnte zwar noch niemand überzeugt werden, aber dieser Autor wäre nicht dieser Autor, wenn er sich davon beeindrucken ließe. Zurück zu SSWJ. Ausser der Hektik. Den verzweifelten, beinahe Glaubenskriegartigen, Ausbrüchen einiger, daß man verdammt nochmal Besinnlich zu sein hat, ist anzumerken das nun bald Weihnachten ist. Dies kann, diesen Autoren insbesondere, auch schon mal überraschen. Das wissen die Katholiken auch, und haben darum die Adventszeit eingefüht. Streng genommen also ein besinnlicher Countdown zur dreitätigen besinnlichkeits Orgie ende Dezember. Wer also, trotz 3-Stufiger-Vorwahrnung, am 24.12. mit der ganzen Weihnachtskiste immer noch nichts anfangen kann, dem ist nicht mehr zu helfen und sollte vom Anti-Christen heimgesucht werden. Dieser Autor wartet derweil am Glühweinstand – „bitte eine Tasse Rum mit Glühwein“ – bis sich die Gemeinde wieder beruhigt hat.

Freut sich jetzt schon auf Ostern: Dieser Autor