Schneeflocken, Kälte und eine tote Maus!

Für den gemeinen Ruhgebietsbewohner, den einheimischen Sonderling zwischen Ruhr und Lippe, ist eine Schneeflocke ja ein ziemlich brutal beeindruckendes und absolut unerwartetetes Ereignis. So wird schnell einmal der einkehrende Winter, wagt er sich so denn die durchschnitts Temperatur konstant um 0 Grad herum zu drücken, als „sibirisch“ tituliert und ältere Menschen fühlen sich genötigt mindestens einmal irgendwie das Wort „Stalingrad“ unterzubringen. Das Ausfallen des örtlichen und öffentlichen Personennahverkehrs wird mit resigniertem Schweigen kommentiert. Insgesamt aber, versteht der winterunerfahrene Eingeborene nicht, wie es zu dieser Anomalie kommen konnte. Zum Winter. Beziehungsweise zum Schneefall. Gebucht war das ja nicht.

Dieser Autor ist da keine Ausnahme. Schlimmer noch: Fassungslos durch 30 Zentimeter Neuschnee stapfend, ein Mammut erwartend, läuft dieser Weblog-Verbrecher vom Ort seiner Arbeit zur nächsten U-Bahn Haltestelle, und fühlt sich dabei so, als sei er kürzlich aus dem Gulag in Sibieren-Ost ausgeberochen und nun in der weißen Einöde auf sich gestellt. Das erklärt nachträglich die finstere Mine des feinen Herrn. Blöd war, das zur gleichen Zeit wohl eine dunkelgraue Maus das gleiche durchlitt, sich eine Schneehöle baute und noch im letzten Moment flüchten wollte, dann aber tragischerweise, von einen ziemlich ungeschickten und grisgrämigen Menschen, zertreten wurde. Ein total verpfuschtes Ende. Sorry.

Fragt sich gerade, wie wohl Mammutfleisch schmeckt: Dieser Autor.

3 Kommentare

  1. Michael alias BoBArt

    Also diesmal muss ich doch wieder was schreiben. Nun, ich bin kein Ruhrpottler und finde das Verhalten der Eingeborenen dort wirklich hmmmm? putzig. aber zu erst eine Gedenkminute für die Maus! 60…..45…15…10,9,8,7…….3,2,1,0
    Die einen fühlen sich beim ersten Schnee nach Sibirien oder Stalingrad versetzt, die anderen gleich in Steinzeitalter. Naja, das Neandertal ist ja auch nicht weit, bzw. mittendrin. 🙂 da wird man ja noch nen Mamutknochen zum abnagen finden. Die Keule dürfte 10 bis 20 homo sapiens, oder leben dort auch noch Neandertaler, satt kriegen. 🙂 Sorry, aber man könnte meinen ihr habt Angst vorm Schnee. :-)Witzig. Unerschrocken im Internet, aber wehe uff de Gass liegt Schnee. Also hier in Mannheim hatten wir ja aus Ruhrpottlersicht Glück. Es hat zwar ordentlich geschneit, war aber von nem Unwetter Lichtjahre entfernt. Sah heute morgen einfach nur schön aus. der ÖPV ist auch nicht ausgefallen und ansonsten gabs keine besonderen Vorkommnisse. Also Ruhrpottler nicht neidisch werden. Die Rheinebene ist eben die Toskana Deutschlands, während ihr eben in Deutsch WestNordWest Russland lebt. Sorry.
    Da bleibt mir nur Euch „weiße Weihnacht“ zu wünschen, die hoffentlich niemand von euch vor Angst oder Abscheu in den Selbstmord treibt. 🙂

    BoBArt

    • tageswahn

      Ja, die Maus. Die tat mir wirklich leid. Ist aber auch echt blöd gelaufen. Zum Thema Unwetter: 1 – 5 Centimeter Neuschnee werden hiesigen Orts als Unwetter bezeichnet, 25 cm oder sogar mehr, werden als Vorbote einer Eiszeit interpretiert. Der rheinländische Teil des Ruhrgebiets schwingt sich zu furchtbaren Reden, ob der nahenden Katastrophe, bei ein oder zwei Glühweincheneimer auf, wärend der westfälische Teil stoisch das Ungemach erträgt. 😉 Jaja…schon komische Leute hier. Aber lieb muss man sie haben. 🙂

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